Richard-Wagner-Gymnasium trifft diakonisches Kleeblatt

5 Jahre lebendige Partnerschaft bereichern Schule und Diakonie zugleich

Gut gelaunt verfolgten (von rechts nach links) Alexandra Röthlingshöfer, Abteilungsleiterin der Kinder- und Jugendhilfe der Diakonie Bayreuth, Bürgermeisterin Dr. Beate Kuhn und Dekan Hans Peetz das abwechslungsreiche Programm.

Im Rahmen einer abwechslungsreichen Jubiläumsveranstaltung blickten das Richard-Wagner-Gymnasium und das diakonische Kleeblatt, bestehend aus der Diakonie Bayreuth, dem Jean-Paul-Verein Bayreuth e. V., dem Mühlhofer-Stift und Horizonte e. V., gemeinsam auf fünf Jahre gelungene Partnerschaft zurück.
Das bunte Programm mit musikalischen Beiträgen der Lehrer/innen, einer Kunst-Ausstellung mit aktuellen Bildern der Schüler/innen, einer Präsentation aller gemeinsamen Aktivitäten der vergangenen fünf Jahre und Filmen von Abiturienten verdeutlichten das vielseitige Miteinander über alle Fachschaften hinweg. Und so betonte der Geschäftsführende Vorstand der Diakonie Bayreuth Herr Diakon Uwe Manert im Beisein zahlreicher Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kirche auch in seiner Rückschau, wie bereichernd diese offizielle Kooperation für die diakonischen Einrichtungen sei: „Immer wieder freuen wir uns über RWG-Praktikanten in unseren Kitas und Senioreneinrichtungen. Junge Menschen bringen frischen Wind zu uns und bedeuten Kontakt zur nachfolgenden Generation.“
Horst Anclam, Direktor des RWG, erwähnte die vielen gemeinsamen Aktionen und hob den hohen ideellen Wert dieses Miteinanders hervor: „Für unsere Schülerinnen und Schüler liegt ein ganz großer Gewinn in jedem helfenden Handeln, der weit über jeden materiellen Nutzen hinausgeht.“ Dabei stehe zum Beispiel im Seniorenbereich das gegenseitige voneinander Lernen und das Abbauen von Berührungsängsten im Mittelpunkt. Am Ende des Schuljahres blickte man aber zugleich in die gemeinsame Zukunft. In geselliger Runde wurden bereits neue Projekte geplant, die zum Beispiel im Rahmen der neu geschaffenen P-Seminare in der Oberstufe umgesetzt werden sollen.
Die Idee zu einer offiziellen Kooperation zwischen dem Richard-Wagner-Gymnasium Bayreuth und den verschiedenen diakonischen Trägern vor Ort entwickelte sich vor fünf Jahren infolge bereits länger bestehender Einzelkontakte, die zahlenmäßig ausgebaut und inhaltlich intensiviert werden sollten. Als Gymnasium mit sozialwissenschaftlichem Profil haben die Schüler/innen des RWG bis zum Ende der 10. Klasse ein dreiwöchiges Sozialpraktikum in einer sozialen Einrichtung abzuleisten. Seit langer Zeit geschah dies bereits unter anderem in Senioreneinrichtungen sowie Kindertagesstätten der Diakonie. Gleichzeitig bestand bereits seit über zehn Jahren eine Partnerschaft zwischen dem RWG und dem Jean-Paul-Verein, die im Rahmen dieser weiter gefassten Kooperation mit allen diakonischen Trägern in Bayreuth neu aktiviert werden sollte. Bereits Bestehendes sollte also auf eine feste Basis gestellt und ausgedehnt werden.
Und dies ist gelungen. Das partnerschaftliche Miteinander, das im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung am 19. Juli 2006 in der Matthias-Claudius-Kapelle der Diakonie Bayreuth offiziell vereinbart wurde, konnte zwischenzeitlich auf alle Klassenstufen ausgedehnt werden und die Zusammenarbeit erstreckt sich nun auf ganz unterschiedliche diakonische Arbeitsfelder. Zahlreiche Projekte und Veranstaltungen wurden gemeinsam durchgeführt, zum Beispiel ein Spendenlauf des LK-Sport zugunsten des Heilpädagogischen Zentrums, Konzerte  im Matthias-Claudius-Haus, eine Kunstaktion im Senioren-Stift am Glasenweiher und verschiedene P-Seminare. Um über die Arbeitsbereiche der Diakonie im Allgemeinen sowie über das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) zu informieren, kommen Vertreter der Diakonie regelmäßig in den Unterricht.
Ganz im Sinne einer sog. „Win-Win-Situation“ profitieren die Schüler/innen, die Lehrkräfte und die Menschen in den diakonischen Einrichtungen gleichermaßen voneinander und erwerben bzw. festigen im Rahmen dieses Miteinanders ihre soziale Kompetenz.

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